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4. AHF Turnier/Lehrgang in Amstetten am 17./18. Mai 2003

Samstag 17. Mai 2003

Lehrgang Nummer 4 stand auf dem Programm, was genau genommen unser Jubiläumslehrgang war, denn die AHF wie sie jetzt besteht existiert genau seit einem Jahr und hat in der Halle in Ulmerfeld ihren Anfang genommen. Damals hofften wir aus den Fehlern der anderen "alten" Verbänden zu lernen und es einmal ein Jahr zusammen "auszuhalten". Heute sieht die AHF-Welt folgendermaßen für uns aus: wir sind ein immer größer und stärker werdender Verband, außenstehende Vereine haben Interesse an einer Zusammenarbeit mit uns, die Schüler und Meister vertragen sich untereinander sehr gut und es gibt kaum Punkte über die man lange diskutieren oder vielleicht sogar "streiten" müßten! Um es kurz und knapp zu sagen: alles super fein!!!

Bei meiner Ankunft so gegen 13:45 fand ich eine volle Garderobe, von anderen Lehrgängen vertraute Gesichter, aus den anderen Vereinen der AHF sowie auch aus befreundeten Tae Kwon Do Vereinen vor. Die Stimmung war wie immer sehr gut und alle freuten sich auf das was da kommen mag! Um 14:00 trafen auch die letzten Teilnehmer des Lehrgangs ein und wir starteten pünktlich mit dem Lehrgang!

Durch den ersten Teil führte Meister Schäfer Thomas! Da wir bei den letzten Turnieren gemerkt haben, daß die Kämpfer zwar im Stande waren die Beine der Gegner abzuwehren/abzufangen, dann aber nicht wußten, was sie mit diesem "Fang" tun sollten! Also stellte Thomas seinen Lehrgang ganz unter dieses Motto und zeigte Möglichkeiten auf mit dem abgewehrten Bein etwas anzufangen! Leider verletzte sich Claudia Greisl bei den Konterwürfen leicht an der Schulter und bekam vom Arzt 3 Wochen Pause verschrieben! Wir hoffen natürlich, daß sie schnell wieder am Dampfer ist, damit sie wieder brav weiter trainieren kann!

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Nach Meister Schäfer durfte ich die nächsten beiden Stunden durch das Programm führen! Ich entschloss mich dafür ein paar Techniken aus dem Kurzstock Programm zu zeigen! Wir beschränkten uns hauptsächlich auf die Schläge und auf die Möglichkeiten auf einen gegnerischen Angriff mit dem Kurzstock zu kontern! Es war das erste Mal, daß ich durch einen Lehrgang führen durfte und es war trotz meiner 12 Jahre Trainings- und etwa 4 Jahre Trainererfahrung doch etwas Neues und Interessantes! Aus meiner Sicht arbeiteten alle sehr brav mit und ich hoffe, sie hatten auch ihren Spaß an den Techniken!

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Am Sonntag sollte das Freikampfturnier statt finden, doch leider wollten 2 der angemeldeten Teilnehmer doch nicht mitkämpfen und so wäre uns nur die Möglichkeit geblieben eine große Gruppe mit Gelb- Blau- und Rotgürtelträgern zu veranstalten. Das erschien uns (den Meistern der AHF) nicht sonderlich sinnvoll also entschieden wir in Absprache mit unseren Schülern, daß wir am nächsten Tag noch 2 Lehrgangseinheiten zu je 1 1/2 Stunden halten würden! Beim abendlichen Essen bot sich Meister Schäfer Thomas an den ersten Teil zu übernehmen und ich sagte zu den 2. Teil zu machen!!!

Das abendliche Essen fand in einem nahen chinesischen Restaurant statt. Gerade dort merkten wir wieviele wir eigentlich sind, denn wir füllten fast das ganze Restaurant aus. Die Stimmung war extrem gut und familiär. Es wurden viele Hap-Ki-Do Informationen, Geschichten, Gschichtln, Gerüchte, Neuigkeiten aber auch viel Privates ausgetauscht.

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So gegen 21:30 machte ich mich auf den Weg nach Wien, in dieser 1 1/2 stündigen Autofahrt überlegte ich mir schon einmal das Programm für den nächsten Tag und verkürzte mir so die Zeit im Auto!

Eindrücke von Stephan Smolek (5 Kub):

Wie schon im Jahr zuvor veranstaltete Meister Thomas Schäfer einen Lehrgang in Hausmening bei Amstetten. Letztes Mal war es der erste Lehrgang der AHF, diesmal feierten wir das einjährige Bestehen unseres neuen Verbandes. Es wurde ebenfalls die Aufnahme eines weiteren Vereins bekannt gegeben, wodurch wir nun sechs Vereine in der Austrian Hapkido Federation sind.

Wie immer waren Schüler aller Hapkido Vereine der AHF gekommen, um am Lehrgang teilzunehmen. Auch zwei Taekwondo-ker, welche bereits vor einem Jahr beim Lehrgang dabei waren, haben den Weg auf sich genommen, um mit uns zu trainieren.

Den ersten Teil gestaltete der Gastgeber selbst. Nach kurzem Aufwärmen widmete Meister Thomas Schäfer sich zunächst der weichen und harten Fallschule. Den Hauptteil bildete dann Antworten auf die Frage, was man mit einem abgefangenen Fußtritt anfangen kann, da dies im Freikampf für uns oft noch ein Problem darstellt. Meister Schäfer führte interessante Möglichkeiten eines Hebels oder Wurfs aus dieser Situation vor, um den Gegner zu Boden zu bringen und dort zu fixieren.

Der einzige negative Aspekt des ersten Teils war, dass sich eine Teilnehmerin an der Schulter verletzte und so für einige Zeit pausieren musste. Wir wünschen Claudia gute Besserung und dass sie sich nicht durch so einen Unfall von ihrem Weg abbringen lässt!

Nach einer kurzen (Erholungs-) Pause übergab Meister Schäfer die Führung des Lehrgangs an Meister Robert Kovar. Er zeigte uns Grundlagen der Handhabung des Kurzstocks: Schlagtechniken und Hebel bzw. Druckpunkttechniken. Aufgrund des schönen Wetters war es möglich einige dieser Techniken, bei denen keine Matten nötig waren, im Freien zu üben. Eine willkommene Abwechslung zu dem sonst üblichen Training in der Halle. Die Kurzstocktechniken waren besonders faszinierend, da die meisten der Teilnehmer im Umgang mit dieser Waffe wenig bis gar keine Vorkenntnisse hatten.

Die Zeit verging wie im Flug und der Lehrgang war bald an seinem Ende angelangt. Zumindest dachten wir das. Es stellte sich aber heraus, dass das für den nächsten Tag angesetzte Freikampfturnier aufgrund einiger Ausfälle aus Mangel an Teilnehmern nicht mehr sinnvoll durchzuführen war. So wurde entschieden, einen zweiten Lehrgangstag abzuhalten. Trotz dieser unplanmäßigen Änderung fanden sich gerade genügend Teilnehmer für diesen unerwarteten zweiten Tag.

Den Abschluss des Trainingstages genossen wir bei einem gemütlichen Abendessen in einem nahen Chinarestaurant. Die Größe der Gruppe machte es zwar unmöglich dass wir alle an einem Tisch saßen, trotzdem entwickelten sich schnell angeregte Gespräche zwischen den Teilnehmern.

Sonntag 18. Mai 2003

Der Tag begann nicht so toll wie der erste, denn in der Früh stellte ich bei meinem Auto fest, daß einer meiner Reifen etwas luftlos war. Auch der Versuch in wieder aufzufüllen mißlang, also war mir klar, daß an eine Fahrt nach Amstetten nicht zu denken war! Nachdem ich Thomas über mein Problem informierte, ging ich also wieder heim und machte mich an die Berichte. Ich kann aber an dieser Stelle sagen, daß die von mir für heute geplanten speziellen Messer- und Spritzenabwehrtechniken sicher bei einem der nächsten Lehrgänge gezeigt werden!

Eindrücke von Stephan Smolek:

Am nächsten Morgen fand sich der „harte Kern“ wiederum in der Turnhalle ein, um mit dem dritten Teil des Lehrgangs fort zu fahren. Meister Thomas Schäfer übernahm wieder die Leitung der Gruppe und führte die Teilnehmer in die Kunst der Scherentechnik ein. Auch dies war für manche Teilnehmer eher Neuland und gar nicht so einfach. Meister Schäfer erklärte uns Grundlagen und zeigte uns verschiedene Möglichkeiten, eine Beinschere einzusetzen und durchzuführen. Aufgrund der gesunkenen Zahl der Teilnehmer konnten die Meister auf die Probleme und Fehler der einzelnen Schüler sehr genau eingehen.

Nach einer kurzen Pause übernahm Meister Markus Petz und führte die jetzt schon etwas erschöpften Teilnehmer in die Messerabwehr ein. Nach ein wenig Theorie (Messerkunde, Grundlegendes zur Messerabwehr) übten wir zunächst den wichtigsten Teil beim Reagieren auf einen Messerangreifer: Das richtige Ausweichen und Blocken eines Angriffs. Aufbauend darauf folgten einige Hebeltechniken um den Angreifer kampfunfähig zu machen. Nach etwas mehr als drei Stunden war auch der letzte Teil des Lehrgangs zu Ende. Mit vielen neuen Eindrücken und einigen neuen Erfahrungen machten wir uns danach auf den Heimweg.

Ein Bericht von Robert Kovar

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