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6. AHF Turnier/Lehrgang in Steyr am 14./15. Februar 2004

Samstag 14. Februar 2004

Gleich einmal eines vorweg: Wer bei diesem Lehrgang bzw. Turnier nicht dabei war hat sehr viel verpasst und ist selber schuld!

Das erste Turnier im Jahr 2004 wurde auch wie im letzten Jahr von Hap-Ki-Do Steyr ausgetragen und es sollte wieder ein großer Erfolg für die AHF und ihre Mitglieder werden, denn über 73 Teilnehmer brachten die Halle zum Dampfen und die Inhalte der Vortragenden die Köpfe und Körper zum Rauchen. Wieder einmal durften wir eine Großzahl von Hap-Ki-Do Begeisterten aus Bayern in unserer Halle begrüßen, die mit uns die Matte teilten und viel Spaß und Neues einbrachten! Außerordentlich beeindruckend war es 9 Meister aus 3 verschiedenen Organisationen friedlich miteinander trainieren zu sehen!

Folgende Lehrinhalte wurden vermittelt:

Meister Peter Wiesinger --> Traditionelles Hap-Ki-Do

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Meister Markus Troffer --> spezielle Hap-Ki-Do Techniken

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Petra Brandner --> Selbsttherapie bei möglichen Verletzungen

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Meister Franz Jeindl --> Hap-Ki-Do Techniken für Kids

Es bleibt nur zu hoffen noch viele solcher Lehrgänge erleben zu dürfen!

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Der Samstag aus der Sicht einer Schülerin: Holzmann Martina 9. Kub

Am Samstag, den 14. Februar fand der erste AHF Lehrgang im Jahr 2004 in der Mehrzweckhalle in Steyr statt. Als unsere kleine Fahrgemeinschaft nach fast 1 ½ - stündiger Autofahrt müde aber gut gelaunt um 09:15 bei der Halle ankam, waren die meisten Teilnehmer aus den verschiedenen Vereinen schon umgezogen und warteten gespannt auf den Beginn des 1. Teils des Lehrgangs. Das Teilnehmerfeld war groß und bunt gemischt – sowohl hinsichtlich der Herkunft als auch des Alters der einzelnen Teilnehmer! Bei einem ersten Blick in die Runde fielen mir gleich ein paar bekannte Gesichter auf, die ich vom letzten Lehrgang im Dezember kannte, der Großteil der Leute war mir allerdings unbekannt. Sie alle wirkten jedoch genauso gespannt und neugierig wie ich auf das, was uns in den kommenden Stunden erwartete.

Nachdem wir uns aufgestellt hatten und vom Veranstalter des Lehrgangs, Meister Markus Petz, herzlich begrüßt worden waren, übernahm Meister Peter Wiesinger den ersten Teil des Programms. Er begann mit ein paar einfachen Aufwärm - und Dehnübungen, denen ich und die meisten anderen Weißgürtelträger rund um mich herum leider nur schlecht folgen konnten, da wir weder genau sehen noch hören konnten, was im vorderen Teil des Saals vorging. Wir wussten uns jedoch zu helfen und waren im Endeffekt bestimmt ausreichend aufgewärmt, um mit den Übungen fort zu fahren! Dem Aufwärmen folgten verschiedene Fußtritte, die anfangs aufgrund unterschiedlicher koreanischer Benennungen für Verwirrung in den hinteren Reihen sorgten, doch auch dieses Problem konnten wir rasch gemeinschaftlich lösen. Zu den weiteren Inhalten des Vormittagprogramms gehörten Elemente der Fallschule und einige interessante Partner- und Gruppenübungen. Der Vortragende stand dabei für Fragen zur Verfügung und kümmerte sich insbesondere auch darum, dass die Kinder alles verstanden und ihren Spaß an den Übungen hatten.

Nach zwei Stunden Training stand dann die Mittagspause auf dem Programm, die von allen zur physischen Stärkung und Erholung genutzt wurde. Es bestand zwar die Möglichkeit, in ein nahe gelegenes Gasthaus essen zu gehen, die Mitglieder unseres Vereins entschieden sich jedoch dafür, sich mit vor Ort zur Verfügung gestellten chinesischen Nudelsuppen, Broten, Aufstrichen und Ähnlichem zu verköstigen. Besonderer Beliebtheit erfreuten sich bei uns dabei vor allem Faschingskrapfen, die je nach Vorliebe mit oder ohne Zucker gegessen wurden!

Einigermaßen erfrischt ging’s dann um 13h mit dem 2. Teil des Lehrgangs weiter, durch den der bayrische Meister Markus Troffer führte. Nach erneutem kurzem Aufwärmen wurden uns in den folgenden zwei Stunden verschiedene Hebeltechniken gezeigt, die es einem ermöglichen, sich ohne viel Kraftaufwand dem Griff des Gegners zu entziehen. Diesmal trainierten die Kids nicht mit uns gemeinsam, sondern wurden von Meister Franz Jeindl betreut, und hatten dabei (zumindest der Lautstärke nach zu urteilen) jede Menge Spaß! Die Techniken, an denen „die Erwachsenen“ einstweilen arbeiteten, hatten es ganz schön in sich! Die meisten waren relativ einfach zu erlernen, ohne dabei an Effektivität einzubüßen. Ein paar der Bewegungsabläufe waren jedoch teilweise komplizierter zu erlernen, als man zuerst vermutete, sodass sich die eine oder andere Technik sogar für manchen Meister als Herausforderung herausstellte (was ich so beobachten konnte). Hatte man jedoch einmal den Dreh raus, erwiesen sich alle Hebel und Würfe als sehr wirkungsvoll! Beim Üben verging die Zeit wie im Flug und bald wechselten wir von den Hebeln zu einigen Fußtritten. Auch diese waren bei richtiger Anwendung äußerst wirkungsvoll, ich persönlich tat mir bei diesen Techniken jedoch schwerer, als bei den Vorangegangenen.

Am Ende dieses 2. sehr lehrreichen Teils stellten wir uns alle zu einem Gruppenfoto auf, da für die Kids der Lehrgang zu diesem Zeitpunkt bereits endete. Anschließend gab es noch eine kurze Pause, bevor wir zum nächsten und damit letzten Teil des Programms kamen, auf den ich persönlich mich am meisten freute und somit schon sehr gespannt darauf war.

Die Diplomphysiotherapeutin Petra Brandner, selbst Schülerin im Hapkido Verein Steyr, zeigte uns nützliche Wege der Selbsttherapie bei möglichen Trainingsverletzungen, insbesondere im Bereich der Wirbelsäule. Zuerst erklärte sie uns anhand eines Skeletts den Aufbau und die Funktion der menschlichen Wirbelsäule, wobei die meisten „Zuhörer“ bereits erstaunlich gut über dieses Thema informiert waren. Anschließend gingen wir gleich zu ein paar praktischen Übungen über, die besonders empfehlenswert waren, wenn man im Rücken verspannt war oder sich beim Training „verrissen“ hatte. Eine andere Übung diente der Kräftigung der unteren Bauchmuskulatur. Während wir am Boden lagen und selbst ausprobierten, was uns eben gezeigt worden war, ging die Vortragende herum, und stellte sicher, dass alle die Übungen richtig ausführten und korrigierte den einen oder anderen, wenn es nötig war. Den nächsten Teil fand ich (und vermutlich auch die meisten anderen) besonders angenehm, da wir Partnerweise zusammengingen und uns gegenseitig mit Bällen massierten! Anschließend teilten wir uns in zwei Gruppen, wobei die eine Gruppe zuerst mit den zuvor verwendeten Bällen die Fußreflexzonen massierte, während die andere Gleichgewichtsübungen mit diversen Geräten machte. Natürlich wurde nach einiger Zeit getauscht. Zum Schluss zeigte uns Petra noch Übungen zur Kräftigung der Fußmuskulatur und klärte uns über die Wirkung einer Ohrläppchenmassage auf. Zusätzlich hatte sie Kopien zum Thema Stretching aufgelegt, die man sich bei Interesse mitnehmen konnte.

Gegen 17.30 fand der Lehrgang dann ein Ende und wir verabschiedeten uns in traditioneller Weise. Danach startete der „Run“ auf die Duschen, da es pro Garderobe nur zwei gab und jeder verständlicherweise der erste unter der Dusche sein wollte! Die Damen wurden jedoch vom Veranstalter Markus Petz zurückgehalten, und wurden anlässlich des besonderen Datums (Valentinstag) jede mit einer gelben Rose beschenkt! Anschließend machten wir uns auf den Weg zum gemeinsamen Abendessen in ein Chinarestaurant ganz in der Nähe der Halle, wobei leider nicht alle Teilnehmer des Lehrgangs mitkamen, da einige schon wieder die Heimreise antreten mussten! Trotz des anstrengenden Tages herrschte auch am Abend unter den Teilnehmern sehr gute Laune und man konnte die Gelegenheit nutzen, sich mit Leuten aus anderen Vereinen zu unterhalten und auszutauschen. Nachdem uns eine lange Heimfahrt bevorstand und die meisten von uns in der Nacht vor dem Lehrgang nicht viel mehr als drei Stunden Schlaf bekommen hatten, brachen wir gegen 21.30 vom Restaurant auf, um uns auf den Weg nach Hause zu machen.

Alles in allem muss ich sagen, dass mir der Lehrgang sehr gut gefallen hat, da er gut organisiert war und trotz der Länge des Programms abwechslungs- und lehrreich war, sodass für jeden etwas dabei war! Die Stimmung unter den Leuten war sehr gut und es machte einfach Spaß, in einer so großen Gruppe gemeinsam neue Techniken zu erlernen. Bleibt nur zu hoffen, dass es auch in Zukunft noch viele weitere Lehrgänge in dieser Art geben wird!

Sonntag 15. Februar 2004

Das Freikampfturnier begann am Sonntag um 10:30 Uhr. Alle Kämpfer der 3 Gruppen zeigten tollen Einsatz und beachtliche Leistungen!

Obwohl es für viele der erste Freikampf war, waren alle mit Freude und Eifer bei der Sache!

Fairness und Respekt zueinander dominierten während des Kampfes, was den Einstieg für Neulinge in die 'Realitätsform' des Hapkido erleichterte!

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Freikampf Ergebnisse:

Gruppe A:

Schuldhaus Gerhard - HKD Bayern: B+

Wirrer David - Waidhofen /Ybbs: B+

Köhler Patrik - BBSV Wien: B+

Ertl Michael - HKD Bayern: A-

Gruppe B:

Grum Carmen - HKD Bayern: teilgenommen

Frohner Roman - BBSV Wien: B+

Schwinghammer Michael - HKD Bayern: B-

Göttinger Stefanie - HKD Bayern: B-

Gruppe C:

Reichartseder Jakobus - Waidhofen /Ybbs A+

Troffer Petra - HKD Bayern A-

Ziervogl Barbara - HKD Steyr A

Wir hoffen, alle Kämpfer beim nächsten Turnier wieder zu treffen! Mögen alle Teilnehmer an den gebrachten Leistungen anschließen.

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Steyr 2004 war wie erwartet ein tolles Hapkido-Highlight für die gesamte Hapkido Gemeinde!

Der Verein "ASKÖ Hapkido Steyr" hat den Lehrgang und das Turnier bestens vorbereitet, sodass Referenten und Teilnehmer in einem gut organisiertem Umfeld mit Freude und Eifer trainieren konnten!

Ein Bericht von Michael Rurländer & Robert Kovar

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