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Auftritt auf der LaDonna (Messe für die Frau) vom 19. bis 23. September 2006

"Parfum, Jacken, Pelze, Schmuck, Schminke, Magazine von A-Z, "gesundes" Essen und sonstige Dinge, die ein Mann nicht oft braucht. Wo bin ich hier?" das war mein erster Gedanken als ich am 19. September in die Messe Halle A gekommen bin. Mein zweiter Gedanke: "Ich will hier wieder raus." Düfte aller Art, hektisches Treiben und "freundliche" Gesichter roch und sah man wohin man auch ging und schaute. Da schoss mir mein dritter Gedanke durch den Kopf: "Was mache ich hier nur? Wird unser Angebot angenommen? Ich werde es schon sehen". An unserem Messestand angekommen wurde auch von mir noch alles "hektisch" (ich wollte mich dem restlichen Treiben ja nicht entziehen) kontrolliert, doch ich war gut vorbereitet und konnte so in aller Ruhe auf den "Einlass der Massen" warten. Etwa gegen 14:03 verirrte sich die erste Messebesucherin zu unserem Stand, das angebotene Infomaterial nahm sie dankend an, doch dann entdeckte sie die Gratismagazine und Brotaufstriche an den Nebenständen und vergaß so ganz schnell ihre Fragen bezüglich Selbstverteidigung. So stand ich also wieder alleine da und wartete auf die nächsten Damen oder sogar (seltenen) Herren. Nach einer schier endlos langen Zeit wagte ich den ersten schüchternen Blick auf meine Uhr, welch Schock: Es war erst 15:00. Mein Rücken begann schon eine deutliche Sprache zu sprechen, denn er schrie mich mit Schmerzen an, da schoss mir mein vierter Gedanke durch den Kopf: "Wie soll ich das heute noch 7 Stunden und noch dazu bis Sonntagabend aushalten?" Aber als "Kämpfer" ist man Schmerz gewohnt und so biss ich meine Zähne zusammen und versuchte alle Fragen der Messebesucher mit Ruhe und beinahe asiatischer Freundlichkeit zu beantworten. Gegen 17:50 machte ich mich auf den Weg zum Vortragssaal 1, wo ich, an allen 5 Messetagen, einen Vortrag halten durfte. Diese Abwechslung kam mir sehr gelegen, denn so konnte ich meinem Rücken und meinen Knien endlich Ruhe gönnen. Zu meiner großen Überraschung war der Vortrag, entgegen meinen Erwartungen, gut besucht (deshalb gut, weil die anderen Vorträge auch nicht viel mehr Besucher/innen anzogen) und ich hatte die Gelegenheit die Problematik einer effektiven Selbstverteidigung an die Frau (bzw. sogar an den Mann) zu bringen. Die Vorträge dauerten immerhin 45 Minuten und wurden von den Besucher/innen interessiert verfolgt. Wie erwartet spielte auch die Frage nach Kinderselbstverteidigung sowohl bei den Vorträgen als auch am Messestand eine tragende Rolle, die Besucher/innen wurden auch hier informiert und auf unseren Kinderkurs verwiesen. Gegen 22:00 war dann mein erster Messetag für 2007 vorbei und ich konnte mich erschöpft auf den Heimweg machen, wissend das mich die Halle am nächsten Tag wieder sehen wird.

Ähnlich gestaltete sich auch der Donnerstag und der Freitag.

Am Samstag erwartete uns eine kleine Änderung, da wir um 20:00 (direkt nach der großen Modenshow) einen Auftritt auf der Showbühne hatten, welcher unter dem Stress (Lisa und Robert kamen erst 10 Minuten vor dem Auftritt, weil man ins Auto von Robert eingebrochen hat) sehr gut ablief. Danach verbrachten dann alle Helfer (immerhin waren wir da zu sechst) den Abend bei gemütlichem Beisammensein. Ich erheiterte die Runde mit "Geschichten von der Messe und Rund um Hapkido" und sorgte somit für den einen oder anderen Lacher, ich hätte eben doch Kabarettist werden sollen.

Auch am Sonntag erwartete mich ein Vortrag und uns ein Auftritt. Um 18:00 schloss an diesem Tag die Messe und wir konnten den Stand abbauen und uns auf den Heimweg machen. Alles in allem waren es wieder 5 interessante Tage, ich hoffe Hapkido kann von der Messe und unserer Arbeit profitieren.

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Ein Bericht von Robert Kovar

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